mycrotom „Ratoratiyo“

Musik von mycrotom? Steht das „mycro“ etwa für mikroskopisch kleine Miniaturmusik, oder steckt hinter dem kleingedruckten Artist-Name einfach eine sehr bescheidene Künstlerperson? Wir dürfen Letzteres annehmen, sind es doch eher großformatige Klangteppiche, die der Italo-Kanadier Tom Simonetti alias mycrotom in der Bertolt–Brecht–Maschinenbau–Stadt Augsburg in Feinarbeit geschaffen hat. Ebensolche legt er nun vor: Teppiche, auf denen man aus-der-Arbeit-Gehen und Abgehen kann. Teppiche, auf denen man Fliegen kann. Wie ein Albatros, der mit seinen breiten Schwingen zum Stehflug ansetzt, so stellen wir uns beim Hören den Maestro vor. Gaaaanz langsam rollt der Science Fiction Samurai Simonetti die Ornamente vor unseren Ohren aus. Ganz der Maschinenflüsterer, der in der Twilight Zone ausharrt und das Lied webt, das in der mycrotom Maschine schläft, serviert er uns Musik gleich einer Teezeremonie – mit viel Zeit zum Ziehenlassen. Diese Platte muss man mit weit geöffneten Basskanälen auf sich wirken lassen. Details und Strukturen entfalten sich unterwegs, im Lauf der Zeit. Wie man sie auch dreht und wendet: Diese Platte ist wie ein Reissverschlussöffner. Sie geht immer weiter auf. (Gabi Prinzip Service)

CD, Schallplatte, Virtual Reality cardboard Brille.

Release: 4.Juni 2021
Album : Ratoratiyo
Genre: IDM, Electronica, Future Bass, Ambient
Label: mongkong music
Format: Vinyl, CD, VR Cardboard,
Preorder Bandcamp, Digital Spotify, Itunes

Ein 360° Virtual Reality Video basierend auf den Illustrationen von Hanna Verwohlt findet ihr hier.

Enjoy !

Screenshot aus Youtube Player. Man sieht ein Mädchen mit einer Virtual Reality Brille.

Das Hobos & Franz Dobler „es ist laut“

Eines schönen Tages begleitete ich den Schlagzeuger Elvin Jones, damit sich der New Yorker vor dem Konzert mit seiner Band Jazz Machine nicht in Germany verlaufen würde. Wir kamen an einer Großbaustelle vorbei, auf der mehrere Arbeiter mit Presslufthämmern einen Höllenlärm produzierten. Elvin Jones blieb stehen und stieg sofort ein, trommelte mit beiden Fäusten auf den Metallzaun und schrie mich an: „What a sound, man!“ Ehe er es dann mit seiner eigenen Höllenmaschine krachen ließ, über der der Geist von John Coltrane schwebte.
ES IST LAUT ist der dritte Track, den wir veröffentlichen, nachdem wir in einigen Sessions damit improvisiert haben. Text und Sound sind der Meinung, dass Lärm relativ ist. Und dass Action nichts mit Lautstärke zu tun haben muss – das Unheil kann sich anhören wie das Gebrüll eines Nazis oder so schweigsam sein wie die Killer in den Filmen von Jean-Pierre Melville.
„Lärm ist das, was die Musik träumt“, hat Morton Feldman gesagt. Während wir nicht nur geträumt haben, dass es draußen zur Zeit nicht so laut ist wie sonst. Der Alptraum lautet „silence is death“.


DAS HOBOS & FRANZ DOBLER treffen sich seit 2015, um aus ihren Sounds & Poetry auch mal was Anderes rauszuholen. Was sich u.a. in zwei Hörspielen für den Bayerischen Rundfunk, einem Song auf der Split-7“ Remembering Nico (Gutfeeling Rec. GF068) und dem Krautrockblues „Falsche Hose“ (Bandcamp) niedergeschlagen hat. Sie träumen davon, dass der Beat weitergeht, weil sie noch einige Pfeile im Köcher haben.

DAS HOBOS sind seit 2010 zusammen und haben neben einigen Singles die Longplayer Memphis-Buchloe (Camomille Records/Montreal, 2012), This Is The Place (In gute Hände, 2014) und Random Home (Schamoni Musik, 2020) veröffentlicht. Leroy&Simonetti haben unter den Namen Rhytm Police (2008, 2013) und H (Echokammer, 2019) veröffentlicht, Leroy auf Schamoni Musik die Solo-Alben Skläsh und Bambadea und Simonetti aka Mycrotom kommt in Kürze mit seiner Solo-LP Ratoratiyo um die Ecke.

FRANZ DOBLER war 35 Jahre in Musikprojekte verwickelt, von denen die meisten (u.a. mit Nils Koppruch, Hubl Greiner, GUZ, HF Coltello, Steve Binetti) nur einen Abend lang dauerten, ehe er sich mit Das Hobos einließ. Er hat seit 1988 Romane, Musikbücher und Gedichtbände veröffentlicht und für das Trikont-Label Compilations herausgegeben. Zuletzt erschien der Gedichtband „Ich will doch immer nur kriegen was ich haben will“ (Starfruit Publications) mit „Es ist laut“ auf S. 144. (franzdobler.de)

released February 26, 2021
Music: Das Hobos Text: Franz Dobler

* Tom Simonetti/dr – Frank Nägele/g – Leo Hopfinger/elc – Franz Dobler/voc *

Rec. live 23-11-2019 @Raum 45, München
Prod. by Das Hobos
Mastered by Michael Anders
Foto: „G.Rag“ Andreas Staebler/Gutfeeling Rec.

VR Musikvideo


Das Hobos im Olympiastadion München Foto von Nils Nebe
Das Hobos im Olympiastadion Foto by Nils Nebe

Was soll ich noch gross zu 2020 sagen. Kurz nachdem wir mit Das Hobos die Plattentaufe zu „Random Home“ gefeiert haben, gingen wir alle in den Lockdown. Konzerte die schon bis in den Sommer gebucht wurden, mussten abgesagt werden. Konzertreisen nach Amsterdam oder Frankreich verpufften wie Seifenblassen. Dennoch durften wir mit Das Hobos zwei wunderschöne Konzerte im Olympiastadion München und in dem Annahof in Augsburg spielen.

Wie geht das alles jetzt weiter? Unser ganzes System ist auf den Kopf gestellt. Nix machen war nach den ersten Wochen keine Alternative. Mit das Hobos wurde die Edition Hobos gegründet mit „Falsche Hose“ als erste Single Veröffentlichung. Wir haben auch den Soundtrack zum Radio Tatort „Bankraub und Gerechtigkeit“ produziert.


Tom hat sich mit Wide Horizon Films zusammen getan. Hier wollen sie ein Virtual Reality Video mit visueller Unterstützung von Hanna Verwohlt auf den Weg bringen. Dazu haben sie ein Crowdfunding gestartet. Schaut mal bei Startnext vorbei.

Unterstützen

Die Erstellung des VR Videos wird ein inklusives Projekt in Zusammenarbeit mit dem Förderzentrum Hören. Ausserdem wurden einige Kulturschaffende aus Augsburg mit einbezogen. Wer soll das bezahlen, wenn es 80% weniger Engagements gibt? Jetzt kommt eine Frage: Würdet ihr einen Teil dazu beitragen wollen? Ihr könnt das Konzept kennenlernen. Und bei Unterstützung einige Dankeschöns auswählen. Das geht von einem Poster, Vinyl LP, CD, einer eigenen VR Brille bis zum persönlichen DJ Set Zuhause oder im Garten. Aber auch für die Bildung haben wir etwas. Zum Beispiel können wir Virtual Reality Erfahrungen oder Musikworkshops (auch online) anbieten. Also es sind durchaus Pläne für 2021 da.
Wir Wünschen Euch allen alles Gute. Lasst es Euch gut gehen. Wir freuen uns auf Euch! Hier findet ihr ein Snippet zu Toms Album.

Corleone Dubs Vol3

Während des letzten Jahrzehnts manifestierten Michaela Schembari und Uli Gansloser ihre Vision einer Bar. Ein Schmelztiegel für aufgeschlossene Musiker und bildende Künstler sowie einer Kommunikationsplattform für kreative Menschen jeden Alters und mit unterschiedlichem Hintergrund. Mitten im Herzen Münchens findet man die kleine Bar Corleone, die schnell zu einem wichtigen Bestandteil der Subkultur der Stadt wurde.

Als Akt der Solidarität schlossen sich die DJs und Freunde der Bar wieder zusammen und sammelten musikalisches Material, um „Corleone Dubs“ Vol 3 zu schaffen. Eine vielseitige Compilation, die die farbenfrohe musikalische Seele der Bar und ihr monatliches Programm darstellt. Die 34 Tracks sind weitestgehend DJ Compatibel und reichen von soulig, experimentell über House und Bass Musik.

Wir wollen hier für einen Download auf Bandcamp Werben. (Klick auf den Buy Button im Player und gebe deinen Betrag von mindesten 15€ ein) Alle Gewinne werden direkt an die Spendenkampagne von Corleone weitergeleitet.

Auch wollen wir das Shutdown Radio empfehlen: Täglich aus der Bar:
https://www.webstream.eu/shutdownradio

One Burbon, one Scotch….

Die Tage hat man ist es nicht leicht in der Türsteherszene. Seit dem März 2020 ist der ganze Kulturbetrieb wegen der Pandemie ziemlich heruntergefahren. Vor Türstehern braucht man sich schon gar nicht mehr zu rechtfertigen. Während Lockdown Phasen kann man höchstens beim Abendspaziergang einen Blick auf die verschlossenen Türen unserer „Vergnügungsstätten“ werfen.
Den Kids könnt ihr erzählen, die gehen alle nur in den Winterschlaf. Die neue Hose bekommt Ihr vom Fahrradkurier geliefert. Erkennt ihr den Türsteher? Gebt ihm freundlich ein Trinkgeld bevor Ihr die Türe zu macht. Die Single, die sonst auf dem Plattenteller leiert, lädt ihr nun in Euer Smartphone. Falsche Hose ist die zweite Veröffentlichung von Das Hobos & Franz Dobler nach Verhängnisvolle Frau auf der Split-7“ Remembering Nico auf Gutfeeling Rec (GF068).


Coverbild Das Hobos & Franz Dobler Falsche Hose

Der Text hat mit der Inspiration – John Lee Hookers 1966 – Version des Klassikers One Bourbon, One Scotch, One Beer – nichts zu tun, abgesehen vom Refrain. Und auch die Blues-Version von Das Hobos ist ihre eigene. Man könnte das file under Electronic-Ambient-Krautblues oder auch Contemporary Protestsong einordnen. Ebenfalls im November 2020 erscheint der neue Gedichtband von Franz Dobler Ich will doch immer nur kriegen was ich haben will mit Falsche Hose bei Starfruit Publications – und ab dem 11.11.2020 wird das Hörspiel Bankraub und Gerechtigkeit auf allen ARD-Radiosendern ausgestrahlt, alle Sounds komponiert und eingespielt von Das Hobos und geschrieben von Dobler für den BR-Beitrag zur „Radio Tatort“-Serie.


Lehnt Euch zurück. Bis Das Hobos und Franz Dobler wieder spielen, dürft ihr fleissig shoppen. Bitte, danke.
https://dashobos.bandcamp.com


Mothership Signale

Seit gut 10 Jahren besteht in der Pettenkoferstrasse in München eine Bar. Die Corleone Bar hat einen verwegenen Namen. Sie hat nichts mit dem Mafiaboss Vito Corleone und seinem Clan zu tun. Sie ist vielmehr ein Rettungsboot, in Münchens dominierender Mainstreamlandschaft. Das Rettungsboot aus dem „Neuland“, das vor gut 15 Jahren in München ein Kreativquartier hatte und von dort zur jetzigen Corleone aufbrach.
Logo Corleone
Das Boot wurde zu einem beachtlichen Mothership. Wer in die Corleone hineinkommt, den saugt sie auf. Die Sogwirkung besteht aus der Eklektik die hier dominiert. Der Mut zur Spielwiese für verschiedenste Künstler, faire Preise und die Videoinstallationen und basslastige Soundanlage. Natürlich auch gute Menschen und Musik.

Nun steht die Corleone seit März still. Bedingt durch die Auflagen durch Covid-19 ist es kaum möglich sich weiter zu bewegen. Die Corleone ist eine sehr kleine Bar, aber sie sendet beachtlich laute Signale.

„…live aus der Corleone Musik Kunst Bar in München
…wir senden täglich bis wir es nicht mehr dürfen! „

Innerhalb kürzester Zeit hat die Corleone erstmal das Lockdown Radio gestartet. Täglich wird eine Stunde Musik aus der DJ Booth der Corleone in die Welt gestreamt. https://www.webstream.eu/shutdownradio

Zusätzlich kuratierten sie seit April zwei Compilations. Darauf finden sich gut 50 verschiedene Künstler. Die wohl grösste Munich Compilation Reihe, die es seit Compost Records „Isar Gold“ gab. Abgesehen von Emelie´s (Munich again) Spotify Playliste . 😉
Die Corleone Dubs gibt es auf Bandcamp zum hören und download für 15 €. Unterstützt sie, teilt sie, geniesst sie.


https://corleone089.bandcamp.com/releases

Wir brauchen die Corleone und die Corleone braucht uns.
Unterstützt uns! 

Weitere Unterstützungsmöglichkeiten:
Crowdfunding: http://www.betterplace.me/das-corleone-braucht-euch
Direkt auf PayPal: www.paypal.me/corleone089

Das Hobos „random home“

Postcountryeske Railwaytracks treffen aufweltbürgerlich-digitale Lazyness.
Der ein oder andere der sich hier auf diesen Blog verirrt, kennt die Band „Das Hobos“ gut. Nun released die Band zusammen mit dem Label „Schamoni Musik“ das zweite Album.
Die erste Single „discover“ wurde heute auf Spotify veröffentlicht.
Wer es nicht erwarten kann, kann sich unter diesem Link von Spotify die Single Backfrisch hören.
Am 14.Februar 2020 wird ihr neues Album ”random home” überall im Handel und auf Bandcamp erscheinen. Ein Preorder erscheint in den nächsten Tagen.

discover cover das hobos

Das Booking für die kommenden Live Konzerte übernimmt jetzt das Booking von Trikont.
Hier entstand auch die folgende Zusammenfassung über „Das Hobos“

Im frühen 20. Jahrhundert wurden heimatlose Reisende als Hobos bezeichnet. Sie nutzten Güterzüge, um quer durchs Land zu reisen und sich hier und da mit kleineren Tätigkeiten etwas Geld zu verdienen. Die Blütezeit der Hobo-Subkultur ist längst vergangen. Das Gleiskörper- Reise bzw. Heimatlose Ambiente inspiriert aber noch immer die Musiker. Um „Das Hobos”-Gefühl einzufangen, sind im Laufe der Jahre diverse Tonträger entstanden. Den Anfang macht 2012 das Album „Memphis Buchloe”, welches als digitaler Release bei „Camomille Records”/ Montreal erschienen ist. 2014 folgte die 7ʼʼ Single „White Lines”, in limitierter Auflage mit handbemalten Covers, beim Augsburger Label „In Gute Hände”. Balearic DJ Legende Jon SaTrinxa aus Ibiza setzt „White Lines” im Sommer 2014 auf Platz 1 seiner TopTen im DMC-world Magazine.

Das folgende, ebenfalls beim Augsburger Label „In Gute Hände” erschienene Album „This Is The Place”, konnte durch seine „vagabundierende Musikals Gesamtkunst” (Michael Zirnstein, SüddeutscheZeitung) die Ohren vieler Musikliebhaber für sich gewinnen und sich durch seine Mischung aus Post-Blues, Ambient-Folk, Indie und Dub etliche Lorbeeren verdienen.
Im Herbst 2014 war das Album (mit ebenfalls handbemalten Covers, Artedition) bereits vergriffen, so dass es im August 2015 einzweites Mal aufgelegt wurde (2ndEdition). Anfang Dezember 2016 veröffentlichte die Band auf dem Münchner Label „Gutfeeling Records” ihre neue Single „Cash Only” und ging dazu passend, präsentiert von Bayern 2–Zündfunk, im November 2016 auf „Cash Only”-Tour. Im September 2017 begab sich die Band auf einen Konzerttrip in die Ukraine, bei welchem sie im Philharmonic Theatre Odessa im Rahmen des berühmten und traditionsreichen Odessa Jazz Festival ein von Kritikern gelobtes Konzert spielten. Die Band trat während dieser Reise ebenfalls auf dem Vinnytsia Jazz Fest auf, live übertragen im ukrainischen Fernsehen.

2019 remixte Fatboy Slim, Das Hobos, für die BBC Kino-/Fernsehproduktion „Ibiza – The Silent Movie”, Regie+Drehbuch Julien Temple. Im gleichen Jahr übernimmt „Das Hobos” die Komposition zum ARD-Radiotatort/ (BayerischerRundfunk) „Mörder und Gespenster” von Franz Dobler, Regie Ulrich Lampen.
Quelle: https://trikont.de/booking/dashobos/

screenshot das hobos ja

„H“ appy new live

„H“ ist Hot. Anders als Rhytm Police aber es läuft…. auf der Strasse. Wir haben mal einige „H“ appy new live dates mit dem „H“ gebucht.

Do. 23.1. Grandhotel Cosmopolis Augsburg
Fr. 24.1. Altes Spital Viechtach
Sa. 25.1. Westtor Murnau
So. 26.1. Ladenbergen Bergen
Fr. 14.2. Club Voltaire Tübingen
Sa. 15.2. Import Export München

Unglaublich seltsames Bayern. – “Vielfalt des Münchner Undergrounds.” (*taz)
„… allesamt furios vertrippte, verzirpte und verklöppelte Nummern, die einen zwischen krautrockiger Repetition und elektronischer Frickelei auf gekonnte Weise in die Trance schicken.“ (*Südeutsche Zeitung)
“massiv anregenden Flow von internationalem Dub-Experiment-Format.” (*Kulturforum)
Anhören kann man „H“ bei Spotify, Apple, Bandcamp ….: https://lnkfi.re/wvJ65Rzl

H Live im Milla Club. Foto: Peter A Pfaff
H Live im Milla Club. Foto: Peter A Pfaff

H – Preorder – läuft…

Nachdem – H – über SubUp Indigo vertrieben wird, lässt sich das Debüt Album ab dem 30.8 als Vinyl/Digipack CD oder digital beziehen.

Hier gibt es inzwischen die volle digitale Breitseite: https://lnkfi.re/wvJ65Rzl

Für die Menschen in unserer Umlaufbahn haben wir während Pico Be´s „Anhörung“ in Gabi Blums Atelier eine special Edition geschaffen.
Das war wirklich aufwendig, aber es hat sich gelohnt.  Wir sind sehr glücklich, daß diese Serie sehr schön geworden ist…. wenn nicht sogar schöner als das Original. 🙂 Danke an dieser Stelle auch an Tommy Schmid, der für das Layout verantwortlich ist!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die 50 handnummerierten Platten wurden ausschließlich an diesem Abend verteilt und veräussert.
Die restlichen 25 Vinyl Platten können ab sofort über unsere Bandcamp Seite erworben werden. Sie kostet schlappe 35€, was einer nachhaltigen Unterstützung entspricht.
(Im Gegensatz zu 25€ für die reguläre LP im Plattenladen, die wir in der Regel nie zu sehen bekommen, da sich das niemals refinanziert)
Durch diese Aktion erhoffen wir einen Teil unserer Produktionskosten zurück zu finanzieren. Und für die Sammler und Jäger unter Euch gibt es ein seltenes Stück Subkultur Musikgeschichte mit Farbgeruch dazu. Wir bedanken uns für die Unterstützung.
Die Edition wird natürlich penibel genau in Discogs eingepflegt. Versprochen!

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Making of -H- Stencil editon. Preorder now. Link in Bio. #vinyl #preorder #now #music #H #rhytmpolice #musiclover #collector #50pcs🔥

Ein Beitrag geteilt von tom kong (@mongkong_music) am

Alles andere gibt es dann ab dem 30. August.

– H –

Letztes Jahr sind wir mit Rhytm Police ins Studio gegangen. Wir wollten mal irgendwas recorden, um etwas zum 10-jährigen Bandjubiläum zu veröffentlichen. Ne „Single“ oder so… Wir hatten keinen Plan und wollten auch keinen haben. So „dubbten“ wir an zwei Nachmittagen bei 40 Grad auf einigen selbst gebastelten Instrumentals und Loops in der Echokammer.

So geschah es…. So wurde beim Anhören klar: „Wir machen alles fertig“ (Zitat Albert Pöschl).  Nun gründen und tüten wir mit Albert – H – ein. Ohne den Dubmaster geht bei – H – nix.

Am 1. August 2019 wird – H – der Öffentlichkeit vorgestellt. Hören wir das Werk in voller Länge noch vor dem offiziellen Release in Anwesenheit der Musiker – Alle Fragen offen!
Wo: Gabis VerandaOtto-Steidle-Atelier bei Gabi Blum
Ganghoferstraße 55, 80339 München
(U-Bahn 4/5 Schwanthalerhöhe, Bus 53 Ganghoferbrücke)

Ab 19Uhr mit Stencil Aktion für eine exklusive streng Limitiere Bandcamp special Edition. (Ab 3.August im Preorder)
Bar ab 20:00 / Anhörung um 21:00
Das Album erscheint als Vinyl / CD / digital am 30.08. in allen Plattenläden Vertrieb: Sub Up/Indigo.
Pico Be schreibt:
Eine Wetterstation produziert Musik: Alle Antennen ausgefahren, gehen Baro- und Thermometer auf Peilung. Ein Mobile aus Klangrohren klimpert ein modales Hard-Bop-Pattern im Windkanal, im Dialog mit einem röhrenden Käuzchenruf und rhythmisch aufschlagenden Hagelkörnern …Was ist denn das für eine Drohkulisse? Irgendetwas stimmt hier nicht. Die Natur ist im Argen, oder spielen die Messgeräte verrückt? Das ist jedenfalls kein Käuzchenruf, wie wir ihn kennen. Das Käuzchen ist böse, es hat Hunger! Höhenluft hilft. Höhensonne auch. Oder … ein bisschen Vitaminologie.

Natürlich ist alles ganz anders. Die vermeintliche Wetterstation ist die Echokammer, ein von Albert Pöschl betriebenes Studio-Biotop in München Giesing. Dorthin begaben sich Leo Hopfinger alias LeRoy und Tom Simonetti alias mycrotom, um an neuen Tracks für ihr Indie-Disco-Wildstyle-Duo Rhytm Police zu arbeiten … und dabei passierte einer jener glücklichen Unfälle, von denen Wissenschaftler immer schwärmen, wenn sie wider Erwarten auf eine bislang unbekannte Substanz stoßen. So, wie sich Pöschls Namensvetter Albert Hofmann im Selbstversuch die Pforten der Wahrnehmung öffneten, stießen die drei Laboranten Hopfinger/Pöschl/Simonetti auf das Element „H“, um es im Spaltprozess einer isolierten Verdichtung aus der Rhytm Police herauspurzeln zu sehen – hatte nicht dort, über das zehnjährige Bestehen des Bandnamens hinweg, doch immer schon ein „H“ gefehlt? Nun also, H ist da, und mit dem alten Namen fällt gleich mal die Disco-Party weg:

H ist Teilchenphysik für den Chill-Out-Room. Genre: Natur&Technik. Musikalisches Wetterleuchten!

Die einzelnen Stücke bestehen aus mehreren Ebenen, die ein vielschichtiges Hören ermöglichen. Da ist das Analoge (Drums: Simonetti / Bass: Hopfinger / Analoge Dub-Kanäle: Pöschl), das eine Verbindung mit dem Synthetischen (diverse Keyboards und Samples) eingeht. An der Schnittstelle zwischen dem Analogen und Synthetischen lauern fiebrige Fieldrecordings. So meinen wir, koexistierende Parallelgesellschaften in einem Stück vereint zu hören. Ein Effekt, der durch das Prinzip einer zirkulierenden Produktion begünstigt wurde: Nachdem die analogen Basis-Spuren gemeinsam gelegt worden waren, wurden diese ringsherum gereicht, die Klangmaterie bei jeder Runde neu angereichert und geschnitten, bis aus den einzelnen Session-Tracks die vorliegenden Stücke herausgeschliffen waren.

Inhaltlich ist dieses Album tatsächlich auch: Heimat und Sachkunde. H überlassen den Heimatbegriff aber nicht jenem Kollektiv, welches in stumpfer Abkapselung vor sich hingährt und die tradierte Borniertheit zur Heimathochkultur erhebt. Auf diesen Holzweg begeben sich H nicht. Internationaler Tiefbau lautet stattdessen die Parole. Leo Hopfingers deutschsprachige lyrics fahren ex negativo, schließen aus der Umkehrung auf. „Spiel mir das Lied vom Sonnenschein. Das kann nicht so kompliziert sein – Sonne rein … Ohne dich säh’s hier ziemlich dunkel aus.“ So einen lässigen Humor hatte in vergleichbar lakonischer Nuscheligkeit zuletzt wohl Stephan Remmler mit Trio drauf. Deutsch ohne Pathos, geht doch.

H atmet Spannung und Entspanntheit aus – das ist der Zauber von H! Man findet diese Mischung sonst vielleicht nur auf manch toller Platte aus der sog. Kraut-Ära, Platten von Harmonia und Cluster blitzen auf, und H könnte wunderbar neben einer Platte wie z.B. Rastakraut Pasta von Moebius & Plank stehen, aber auch neben den LeRoy-AlbenSkläsh und Bambadea (beide auf Schamoni Musik), This Is The Place von Das Hobos (ein weiteres, hochgefeiertes, alias des Duos Hopfinger und Simonetti) und der ein oder anderen Echokammer-Produktion, wie etwa Entrance To The Exit von Blacken The Black.

Bandfoto H

Photo by Kalle Singer

Immer wieder zwitschern die Vögel, hallt das Echo vom Berg, wird die Sonne zur Heimat, zur Heimat für die ganze Welt. Ein arabesker Autotune-Gesang ertönt „Am Zug“, eine ganz und gar kosmische Musik wird hier gespielt. Also nochmal, ex negativo, zum Mitschreiben: Heimat ist nicht der Boden, Heimat ist die Sonne! Denn: Ohne sie sähe es hier dunkel aus! Und wenn am „Alpensee die Luft okay“ ist, dann ist damit eben auch gemeint, dass drunten in der Ebene irgendwas so ganz und gar nicht okay ist. H ist eben auch das: Die Revanche für den grausamen Begriff „Heimatsound“. Danke! Euer Pico Be